Urogynäkologie

Hilfe bei Beckenbodenerkrankungen in der Frauenarztpraxis am ZKM!

Es kann jede Frau treffen: Reizblase, Blasenschwäche, immer wieder auftretende Blaseninfektionen, Senkungsgefühl, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr. Es ist aber heutzutage nicht mehr nötig, damit leben zu müssen. Wir können Ihnen helfen!

Sie müssen ständig auf die Toilette gehen oder verlieren schon in ganz alltäglichen Situationen ungewollt Urin? Sie haben gerade ein Kind geboren und es ist alles nicht mehr so, wie es mal war? Diese Probleme kennen Millionen Frauen in Deutschland. Die zahlreichen urogynäkologischen Beschwerden beeinträchtigen die Lebensqualität betroffener Frauen zum Teil erheblich. Es können neben persönlichen Unannehmlichkeiten und peinlichen Situationen auch Schwierigkeiten innerhalb der Partnerschaft und Familie auftreten und soziale Kontakte verändern sich. Deshalb ist es wichtig, diese Probleme professionell begleitet frühzeitig anzugehen!

In unserer Spezialsprechstunde für Urogynäkologie behandeln wir Frauen mit Senkungsbeschwerden und Harninkontinenz. Aber auch Fragen zu häufigen Blasenentzündungen (rez. Zystitis) und zur Impfung dagegen werden in dieser Sprechstunde geklärt. Dabei stellt die exakte und sorgfältige Diagnostik einer vorliegenden Beckenbodenschwäche die Grundvoraussetzung für die weitere therapeutische Empfehlung dar. Die konservative Therapie steht bei uns im Vordergrund, aber wir beraten Sie auch gerne zu den heutzutage operativen Korrekturmöglichkeiten, um Ihnen ein allumfassendes Bild der urogynäkologischen Therapiemöglichkeiten darstellen zu können.

Frau Prof. Dr. med. Kerstin Brocker ist eingetragene Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und berät Sie gerne persönlich bei urogynäkologischen Beschwerden.

Weitere informative Links zu diesem Thema:
  • Die aktuellen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion e.V. finden Sie hier.
  • Eine Liste an Beckenbodentherapeuten in Ihrer Region finden Sie hier.

Senkungsbeschwerden

Typische Symptome bei Frauen mit einer Senkung im Genitalbereich (Descensus genitalis) sind Fremdkörpergefühl in der Scheide, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr, häufige Blasenentzündungen, Restharn oder Harnverhalt, Blasen- und/oder Darmentleerungsstörungen oder Schmerzen in der Kreuzbeinregion. Dies sind Beschwerden, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen, oftmals mit Abnahme sozialer Kontakte einhergehen und auch belastend für die Partnerschaft sein können.

Wir bieten im Rahmen unserer Spezialsprechstunde für Urogynäkologie eine umfassende Diagnostik in diesem Bereich an. Nachdem wir im persönlichen Gespräch Ihre Beschwerden besprechen, wird im Anschluss eine urogynäkologische Untersuchung durchgeführt. Hierbei wird untersucht, ob sich bei Ihnen die Blase (sog. Zystocele), die Gebärmutter (sog. Uterusprolaps, Descensus uteri) und/oder der Darm (Rektocele, Enterocele) in die Scheide senkt und zu welchem Ausmaß. Auch wird darauf geachtet, ob eine Östrogenmangelsituation vorliegt, welches diese Symptome begünstigen kann. Ggf. werden im Anschluss an die urogynäkologische Untersuchung weitere diagnostische Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Introitussonographie (sog. Pelvic Floor Sonography) mit Ihnen besprochen. Auch klären wir in dieser Untersuchung, ob neben einer vorliegenden Senkung des Genitals eine Inkontinenz vorliegt. Gerne erläutern wir Ihnen die Hintergründe und Risikofaktoren für eine Senkung, die zu erwartenden Probleme in diesem Zusammenhang und die für Sie in Frage kommenden Therapiemöglichkeiten. Risikofaktoren für eine Genitalsenkung können zum Beispiel chronische Lungenerkrankungen wie COPD oder Asthma sein, Adipositas, langjährige körperliche Anstrengung im Beruf, beckenbodenbelastende Sportarten, traumatische Geburten oder genetischer Natur sein. Konservative therapeutische Maßnahmen sind zum Beispiel Beckenbodengymnastik, Pessartherapie, Verhaltenstherapie, Biofeedback und/oder Elektrostimulation. Wir beraten Sie aber auch gerne über die aktuellen operativen Möglichkeiten im Bereich Inkontinenz.

Harninkontinenz

Bei der Harninkontinenz unterscheiden wir neben einigen anderen Krankheitsbildern im Wesentlichen zwischen einer Harndrangsymptomatik (Überaktive Blase) und einer Inkontinenz bei Belastung. Manchmal treten auch beide Symptome auf, hier liegt dann eine sogenannte Mischinkontinenz vor.

Bei der überaktiven Blase findet man üblicherweise die Symptome Pollakisurie (häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen), imperativer Harndrang (plötzlich, ohne Vorwarnung einsetzender Harndrang), Nykturie (geweckt werden durch den Harndrang und Blasenentleerung in der Nacht), und Dranginkontinenz (unfreiwilliger Harnverlust in Zusammenhang mit imperativem Harndrang).

Bei der Belastungsinkontinenz handelt es sich um Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Treppensteigen, oder gar bereits beim Gehen und Aufstehen. Das heißt, es kommt zu tröpfchenweise Urinverlust bei Erhöhung der Bauchspannung (Druck im Abdomen).

Neben einer ausführlichen Anamnese und Erhebung Ihres Beschwerdebildes ist oftmals die Hinzunahme eines Miktionstagebuchs /-protokolls und eines gezielten Fragebogens zur Erhebung Ihrer Lebensqualitätseinschränkung zur Diagnosefindung hilfreich. Sie erhalten diese von uns im Rahmen der Sprechstunde. In der urogynäkologischen Untersuchung im Rahmen unserer Spezialsprechstunde testen wir, ob bei Ihnen eine überaktive Blase, eine Belastungsinkontinenz oder eine Mischform vorliegt und führen ggf. eine sogenannte Introitussonographie (Ultraschall zur Beurteilung der Harnröhre, des Blasenhalses und der vorhandenen Beckenbodenschwäche) durch. Auch wird darauf geachtet, ob eine Östrogenmangelsituation vorliegt, welches diese Symptome begünstigen kann. Im Anschluss besprechen wir die Hintergründe und Risikofaktoren für eine Beckenbodenschwäche und die für Sie in Frage kommenden Therapiemöglichkeiten. Risikofaktoren können zum Beispiel chronische Lungenerkrankungen wie COPD oder Asthma sein, Adipositas, langjährige körperliche Anstrengung im Beruf, beckenbodenbelastende Sportarten, traumatische Geburten oder genetischer Natur sein. Konservative therapeutische Maßnahmen sind zum Beispiel Beckenbodengymnastik, Pessartherapie, Verhaltenstherapie, Biofeedback und/oder Elektrostimulation, Neuraltherapie oder Medikamente. Wir beraten Sie aber auch gerne über die aktuellen operativen Möglichkeiten im Bereich Inkontinenz.

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