Kinderwunsch

Wir beraten Sie hinsichtlich Ihres Gesundheitszustandes und möglicher Risiken im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft und machen uns gemeinsam mit Ihnen „auf die Suche“, wenn es nicht klappt. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit des Zyklusmonitorings mittels Ultraschall und Hormonanalyse an (Ovulationsbestimmung).

Wie läuft ein Zyklusmonitorung ab?

Eigentlich ist es ganz einfach: Sie können nur schwanger werden, wenn Eizelle und Spermien im richtigen Moment aufeinandertreffen. Damit das gelingt, müssen Sie um den Zeitpunkt, wenn die Eizelle aus dem Eierstock springt und sich auf dem Weg durch den Eileiter macht, Geschlechtsverkehr haben. Denn dort kann sie am besten auf die Spermien treffen.

Problematisch wird es, wenn Sie das kleine Zeitfenster des Eisprungs – welches Sie im Normalfall nicht kennen – nicht genau in dem Moment nutzen können. Das passiert zum Beispiel, wenn der Zyklus unregelmäßig ist und Sie nicht wissen, wann Ihr Eisprung stattfindet. Wenn die Eizelle springt, kann sie auf ihrem Weg durch den Eileiter nur für einige Stunden durch ein Spermium befruchtet werden. Nach dem Geschlechtsverkehr können die Spermien je nach Qualität noch einige Tage überleben. Die höchste Wahrscheinlichkeit, dass eine Schwangerschaft eintritt, besteht jedoch, wenn der Geschlechtsverkehr möglichst nahe am Eisprung oder sogar zwei bis drei Tage zuvor stattfindet.

Hier kommt das sogenannte Zyklusmonitoring ins Spiel. Wir ermitteln mit einem vaginalen Ultraschall und einer Hormondiagnostik (Blutabnahme) den genauen Zeitpunkt des Eisprungs in unserer Praxis. Je nach Zykluslänge und Zyklusschwankung führen wir Ultraschalluntersuchungen in der ersten Zyklushälfte durch und beurteilen das heranwachsende Eibläschen (der Follikel).

Je nach Größe und Wachstum des Eibläschens finden weitere Ultraschalluntersuchungen 2 bis 3 Tage später statt. Durch ergänzende Hormonanalysen beurteilen wir die Reifung des Eibläschens und sagen den Zeitpunkt des Eisprungs voraus. Kurz vor oder am Tag des Eisprungs werden wir Ihnen Geschlechtsverkehr empfehlen. So können Sie auf natürlichem Wege und ohne hormonelle Unterstützung schwanger werden. Etwa zwei Wochen nach dem Eisprung empfiehlt es sich Zuhause (Urin-Test) oder in der Praxis (Blut-Test) einen Schwangerschaftstest durchzuführen.

In manchen Fällen zeigt sich jedoch durch dieses Zyklusmonitoring, dass Ihr Zyklus Unterstützung braucht, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen. So kann es beispielsweise sein, dass es nicht zum Eisprung kommt oder dass eine Schwäche des Hormons Progesteron in der zweiten Zyklushälfte vorliegt. Hier können wir Ihnen gerne umkompliziert beratend und therapeutisch zur Seite stehen.

Störungen der Eizell-Einnistung & Häufige frühe Fehlgeburten

In manchen Fällen stellt sich die Frage, ob der Vorgang der Einnistung der befruchteten Eizelle beispielsweise durch unerwünschte Abläufe Ihres Immunsystems in der Gebärmutterschleimhaut behindert wird.

In anderen Fällen kann es sein, dass eine Frau unter häufigen frühen Fehlgeburten leidet (sog. habituelle Abortneigung oder rezidivierende Aborte). Hier bieten wir eine weitere minimal-invasive diagnostische Möglichkeit in unserer Praxis an, die Endometriumbiopsie. Hier wird durch einen schmalen länglichen Löffel eine kleine Probe der Gebärmutterschleimhaut entnommen. Im Anschluss wird das gewonnene Material im Labor auf störende immunologische Prozesse untersucht. Sollte ein solcher Fall vorliegen können verschiedene therapeutische Möglichkeiten, wie die in Studien als wirksam belegte Intralipidinfusion, in Betracht gezogen werden, um die Immunreaktion der Gebärmutter gegen die Eizelle zu verringern.

Bei Bedarf und Fragen, sprechen Sie uns gerne an!

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